Sparen
Wer Stromfresser enttarnt, kann einiges sparen.

50 Spartipps für den Winter: Wer Stromfresser enttarnt, kann einiges sparen. Auch der Wechsel des Stromanbieters schlägt oft mit mehreren Hundert Euros zu Buche. / Foto: © picture alliance/chromorange pixel

Strom, Handy, Urlaub und Co.

50 Spartipps für den Winter

  • Artikel vom 19. November 2012

Mit dem Sparen ist es so eine Sache: Kaum einer bekennt sich bei Kollegen oder Freunden offen dazu. Ein Pfennigfuchser sein – wer will das schon? Trotzdem sparen Millionen still und leise, wie Umfragen belegen. "Die meisten tun es nicht, weil sie arm sind", so Daniel Engelbarts vom Internetportal sparwelt.de. "Gespart wird eher, um sich anderweitig mehr leisten zu können." Ein besseres Auto, eine neue Sitzecke, mehr Geschenke oder sogar einen Winterurlaub, vielleicht über Weihnachten – eben alles, was wirklich Spaß macht. Mit unseren Tipps behalten Sie dafür mehr übrig.


ENERGIE-SPARTIPPS


Experte: Prof. Maximilian Gege, B.A.U.M. e. V. Hamburg

1 Fernseher Besonders sparsame Geräte sind mit der Energieeffizienzklasse A gekennzeichnet. Sie produzieren pro Jahr bis zu 55 Euro weniger Stromkosten als ineffiziente der Klasse F. Achten Sie beim Kauf zudem darauf, dass benötigte Tuner (z. B. für DVB-S) bereits ins Gerät eingebaut sind. Auf eine Set-Top-Box, die "solo" deutlich mehr Strom benötigt, kann so verzichtet werden.

2 Wäschetrockner Allen guten Vorsätzen zum Trotz: Bei vielen Familien ist der "Stromfresser Nr. 1" im Dauereinsatz, gerade im Winter. Schon wenn er an nur 200 Tagen im Jahr läuft, frisst er derzeit locker für 180 Euro Strom. Bald wird es noch teurer. Deshalb muss ein Gerät mit Wärmepumpentechnik her! Diese neuen Trockner erledigen den gleichen Job für nur 60 Euro – und amortisieren sich deshalb innerhalb weniger Jahre.

3 Elektro-Zahnbürste Sie immer auf der Ladestation abzulegen ist praktisch, verbraucht aber zusätzlich Strom: Ständig entlädt sie sich dort ein bisschen und muss nachgeladen werden. Lädt man sie hingegen erst auf, wenn der Akku leer ist, wird der Nachladestrom gespart. Das Gleiche gilt auch für ein Schnurlostelefon.

4 Fläschchen fürs Baby Muss genau wie Schnuller und anderes Flaschenzubehör stets desinfiziert werden. Traditionell nimmt man dafür einen Kochtopf mit sprudelndem Wasser. Ein Vaporisator, der mit Wasserdampf sterilisiert, ist sparsamer. Dafür muss nur wenig Wasser zum Kochen gebracht werden. Im Übrigen eignet sich ein Vaporisator auch sehr gut, um Keime in Einmachgläsern vor dem Befüllen abzutöten.

5 Anrufbeantworter Viele Festnetzgesellschaften bieten ohne Aufpreis einen virtuellen Anrufbeantworter an – etwa die Deutsche Telekom mit der "SprachBox" (früher: T-Net-Box). Von zu Hause kann man die Sprach-Box über eine 0800-Nummer gratis abhören. Insgesamt spart der Wechsel vom realen zum virtuellen Anrufbeantworter 99 Prozent der ursprünglichen Stromkosten, so das Freiburger Öko-Institut.

6 Dunstabzugshaube Die Öffnung über dem Herd, meist versteckt hinter schickem Edelstahl, kann ein teures Wärmeleck sein. Denn sie saugt nicht nur lästige Gerüche ab, sondern auch Wärmeenergie. "Dieser Luftwechsel kann die Energiebilanz total kaputt machen", warnt Prof. Maximilian Gege von B.A.U.M. e. V., einer überparteilichen Umweltinitiative. Abhilfe schafft dann ein Umluftsystem mit Wärmerückgewinnung.

7 Heimkinoanlage Dafür gibt es bislang noch kein Energielabel. Vergleichen lassen sich hier jedoch Herstellerangaben zur Leistungsaufnahme, die in Watt (W) angegeben wird. Je niedriger dieser Wert, desto geringer der Verbrauch. Das Gleiche gilt übrigens auch für Blu-Ray-Player.

8 Warmwassertherme Sie muss nicht mit voller Kraft arbeiten, also nicht auf höchster Stufe. Meist reichen 60 Grad (Einstellung "E") – auch um die Leitungen frei von Bakterien (Legionellen!) zu halten.

9 Strom und Gas Der Wechsel zu einem günstigen Anbieter spart Hunderte Euro pro Jahr. Keine Angst: Sollte der neue pleitegehen, muss der örtliche Versorger einspringen und Sie nahtlos weiterbeliefern. Ausfindig machen Sie günstige Anbieter über Portale wie check24.de oder verivox.de.

10 Heizpilze Pünktlich zur kalten Jahreszeit sind sie jetzt wieder in vielen Baumärkten zu haben. Doch ein "Pilz zum Pils" ist ökologischer Wahnsinn: Mit der gleichen Energiemenge, die er in einer Stunde frisst, könnte eine Wohnung bei bitterer Kälte zwölf Stunden lang beheizt werden.


Alle Spartipps im Überblick:

ENERGIE-SPARTIPPS

KOMMUNIKATIONS-SPARTIPPS

MOBILITÄT-SPARTIPPS

FINANZ-SPARTIPPS

EINKAUFS-SPARTIPPS

Autor: Stefan Vogt

Themen

Der Klick auf eine Kategorie führt Sie zur Übersicht aller passenden Einträge.

Anzeige