Benjamin Raich im Super-G der Männer (ARD, 20.30 Uhr), Foto © AFP chs/lk/ia
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Erste Erwähnung findet der Skeleton-Sport Ende des 19. Jahrhunderts. Auf zwei Bahnen in St. Moritz und Davos genossen es weiland zumeist wohlhabende Kurgäste, wenn mutige Athleten bäuchlings durch den Eiskanal rasten. Als Olympiagerät kamen die Schlitten, die an ein stählernes Skelett (daher der Name) erinnern, erstmals 1928 in St. Moritz zum Einsatz. Bevor der Sport 2002 endgültig olympisch wurde, gab es 1948 ebenfalls in St. Moritz ein zweites olympisches Skeleton-Rennen. Heute ermitteln die Männer und Frauen ihre Medaillengewinner.
Im Whistler Sliding Centre sind die deutschen Teilnehmer mit viel Optimismus an den Start gegangen. Nach zwei Läufen liegt Kerstin Szymkowiak auf Rang zwei. Anja Huber trennen zur Halbzeit nur neun Hundertstel Sekunden von Bronze. Die dritte deutsche Teilnehmerin Marion Trott dürfte mit der Medaillenvergabe nichts mehr zu tun haben. Bei den Männern sind Frank Rommel aus Zella-Mehlis, der WM-Dritte von 2008, und Juniorenweltmeister Sandro Stielicke aus Winterberg für eine Überraschung gut. Gold-Kandidat ist der 25-jährige Lette Martins Dukurs. Sein Vater betreut hauptamtlich die Bobbahn von Sigulla.
Unweit der Kunsteisbahn geht es im Super-G der Männer (20.30 Uhr) um Gold, Silber und Bronze. Mit Erik Guay und Manuel Osborne-Paradis machen sich gleich zwei Kanadier Hoffnungen auf einen der begehrten Podiumsplätze. Doch mit dem Österreicher Michael Walchhofer, dem Weltcupgewinner der letzten Saison, Aksel Svindal (Norwegen), und den Schweizern Didier Cuche und Carlo Janka müssen sie sich einer starken europäischen Konkurrenz erwehren.
Vorentscheidungen fallen heute im Skispringen von der großen Schanze und im Eiskunstlauf. Im Whistler Olympic Park wird nach dem Debakel vom Samstag bei der Qualifikation (19.00) mit einer Trotzreaktion der österreichischen Weitenjäger gerechnet. In der Eistanzpflicht (1.45) gilt für die Berliner Geschwister Christina und William Beier das olympische Motto: Dabei sein ist alles!
Autor: Erwin Leimann