Felix Neureuther tritt heute beim Slalom der Herren an (ARD, 19 Uhr), Foto © AFP dd/sw
Im Riesenslalom erreichte der 25-jährige Skirennläufer Felix Neureuther (Foto) am Dienstag in Whistler einen beachtlichen achten Platz. Ihm fehlten nur 6/10 Sekunden zu Bronze. Und das in seiner Problemdisziplin. Heute möchte er im Slalom (19.00 Uhr / 22.45) in die Fußstapfen seiner Mutter Rosi Mittermaier treten: Die errang 1976 bei den Olympischen Spielen in Innsbruck die Goldmedaille im Slalom.
Seine Empfehlung sind sieben Podestplätze in Alles-oder-Nichts-Torläufen. Zuletzt konnte Felix Neureuther den Slalom-Klassiker am Ganslernhang in Kitzbühel gewinnen. 31 Jahre zuvor hatte sein Vater Christian an gleicher Stelle gesiegt. "Wenn ich meine Leistung abrufen kann, werde ich ganz weit vorne landen", hat Felix Neureuther in einem Interview gesagt. Edelmetall hätte eine historische Dimension: Seit 16 Jahren gab es keine Olympiamedaille mehr für die deutschen Alpin-Herren. Zuletzt hatte Markus Wasmeier 1994 in Lillehammer Doppelgold (Super-G, Riesenslalom) gewonnen. Für Neureuther wird es schwer, einen Medaillenplatz zu erreichen. Mehr als eine Handvoll Slalom-Spezialisten, darunter die Österreicher Reinfried Herbst und Benjamin Raich, Julien Lizeroux (Frankreich), Ivica Kostelic (Kroatien) und Silvan Zurbriggen (Schweiz) sind im Weltcup vor dem Sunnyboy aus Garmisch-Partenkirchen platziert.
In der Teamverfolgung gehören die deutschen Eisflitzerinnen zu den Favoriten. Stephanie Beckert bewies am Mittwoch über 5000 Meter, dass sie in bestechender Form ist. Neben ihr werden Daniela Anschütz-Thoms und Anni Friesinger-Postma für Deutschland laufen. Die Entscheidung fällt gegen 23.20 Uhr.
Um 23.35 Uhr will André Lange noch einmal triumphieren. Es wäre sein Gold-Hattrick im Vierer-Schlitten. Ein würdiger Abschluss einer großen Karriere auf der Eisbahn. Auch in Zukunft wird der 36-jährige Athlet aus Oberhof dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) verbunden bleiben. André Lange soll helfen, seinen Kronprinzen aufzubauen. "Er kann jungen Athleten viel mit auf den Weg geben", davon ist Bundestrainer Carsten Embach überzeugt.
Autor: Erwin Leimann