Foto: © Soren Solkaer Starbird / XL Recordings
Es ist wahrscheinlich der einzig mögliche Schritt nach einem von der Kritik gefeierten Debüt, einem Album, das 2008 den größtmöglichen Indie-Pop-Konsens darstellte: Vampire Weekend geben "Contra". Denn das New Yorker Quartett setzt alles daran, sein Image als nerdig-nette Collegerock-Jungs mit Afrobeat-Spleen und Paul Simons "Graceland" im Plattenschrank loszuwerden. Und schafft nicht nur dies mit erstaunlicher Leichtigkeit, sondern mit "Contra" auch ein gleichermaßen kompaktes wie ausuferndes, ein allgemeingültiges und dennoch den Zeitgeist auf den Punkt bringendes Pop-Meisterwerk.
Eine kompakte Spieldauer von knapp über 35 Minuten, zehn Songs, in denen Vampire Weekend scheinbar einmal um die halbe Welt reisen und dennoch bei sich selbst ankommen - das sind nur die rein äußerlichen Qualitäten dieses Albums. Denn die Band bleibt eben nicht stehen, rettet nur die wichtigsten inneren Werte ihres selbstbetitelten Debüts herüber: Ein Rhythmusgefühl, das nicht auf den geraden Schlagzahlen westlicher Musik basiert.
Die schier nicht zu bändigende Euphorie und Leichtigkeit, die zu einem Gutteil auf Ezra Koenigs knabenhaft-heller und herzerwärmend-fröhlicher Stimme beruht. Und nicht zuletzt ihr Händchen für clevere, dennoch höchst eingängige Popmelodien. Die - so zeigt sich auf "Contra" - in jeglicher musikalischer Form ihre wunderbare Gestalt annehmen können.
Autor: teleschau/Stefan Weber- Fotos: © Soren Solkaer Starbird / XL Recordings
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