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Multimedia

Passend zum Kinofilm "Toy Story 3" gibt's auch das gleichnamige Videogame

Aus Liebe zum Spielzeug

"Toy Story 3 - Das Videospiel"

  • Artikel vom 21. Juli 2010

"Toy Story 3" bietet erstaunlich viel Spiel fürs Geld ‒ verteilt auf die beiden Modi Spielzeugkisten und Story. Wer Letzteren wählt, der kann grob der Filmhandlung folgen oder zumindest an den Schauplätzen des Animationsabenteuers die Schlüsselelemente nacherleben.

Dabei wird schnell deutlich, dass der von Disney und Avalanche entwickelte Titel alles andere als ein müdes Merchandising-Machwerk ist, wie das bei Filmumsetzungen sonst der Fall ist. Zwar bilden zahlreiche Hüpfeinlagen den Kern des Spielgeschehens, allerdings wartet nahezu jedes der acht Level mit abwechslungsreichen Actioneinlagen auf. Da reitet Woody beispielsweise auf seinem treuen Klepper erst einem Zug hinterher und kämpft sich anschließend bis zur Lok. Buzz dagegen jettet durch Krater- und Canyon-Landschaften, weicht Asteroiden aus und lasert sich dann durch Heerscharen von feindlich gesinnten Robotern in der Festung seines Widersachers. Und die Plastiksoldaten gilt es, zielsicher an einen bestimmten Ort schweben zu lassen ...

Trotz des nicht immer kindgerechten Schwierigkeitsgrades: Nach wenigen Stunden dürfte der Story-Modus gemeistert sein, vorbei ist "Toy Story 3" dann aber noch lange nicht. Schließlich gibt's noch die Spielzeugkiste ‒ genauer gesagt: ein kleines Prärie-Städtchen inklusive Umland, das sich nach und nach ausbauen lässt. Neue Gebäude ermöglichen dem Spieler, diese Westernwelt und ihre zahlreichen Bewohner noch mehr nach seinem Geschmack zu gestalten. Hier eine blau gestrichene Fassade, dort ein Pflanzenkübel, da ein virtuelles Menschlein, das völlig neu eingekleidet wird ...

Darüber hinaus halten die meisten Einwohner Aufträge bereit, die sich vom Einsammeln entlaufener Kühe über das Sprengen von Gesichtern in den Fels bis hin zum Einreisen maroder Hütten erstrecken. Auch Rennen hoch zu Ross oder mit vielen Pferdestärken unter der Motorhaube wollen unter Zeitdruck bestritten werden.

Zusätzlich befeuert wird das Geschehen in der Spielzeugkiste durch Myriaden verstreuter Extras und Kartensets, die neue Minigames, Klamotten, Landschaften und Bonuscharaktere freischalten. Vor allem im gemeinsamen Spiel mit einem Freund erweist sich die Schatzsuche als echter Freizeitfresser.

Trotz fehlender Originalsynchronsprecher ‒ im Film kommen die "Bullyparaden"-Stars Michael "Bully" Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz zum Einsatz ‒ ist die Aufmachung des Spiels mehr als gelungen. Die Grafiken sind, wenngleich nicht vor Details strotzend, fantasiereich und kunterbunt. Einzig bei der Steuerung hakt's zuweilen. Mal ungenau, mal träge ist sie dafür verantwortlich, dass manche Abschnitte öfter als einmal in Angriff genommen werden müssen. Nichtsdestotrotz zählt "Toy Story 3" zu den besseren Filmumsetzungen und übertrifft seine mauen Game-Vorgänger "Ratatouille" und "Wall-E" um Längen!

System(e): PC, Nintendo DS, PSP, PlayStation3 (getestete Version), Wii, Xbox 360
Hersteller: Avalanche Software
Vertrieb: Disney Interactive Studios
Multiplayer: 1-2
Schwierigkeit: Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Erhältlich: seit 15.07.2010
Preis: ca. 30 bis 60 Euro
EAN Code: 8717418268275
Grafik: gut
Steuerung: befriedigend
Sound: gut
Spielspass: gut
Alter: ab 12
Gesamt-Urteil: gut

Autor: teleschau / Bernd Fetsch

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