Lionel Messi (l.) und Fernando Torres stürmen auf dem Cover zu PES2010. ©Konami
Ein bisschen vermissen wird man sie schon, die Herren Pomatski, Kmala und Co. Doch die kultigen Fantasie-Kicker aus dem Konami-Kader haben ausgedient. Stattdessen läuft in "Pro Evolution Soccer 2010" nun erstmals die deutsche Nationalmannschaft in Originalbesetzung auf, wenngleich sich natürlich über die Stammplätze von Herrn Beck, Tasci und Hitzlsperger streiten ließe. Nichtsdestotrotz ein echtes Novum, besaß doch bislang Hauptkonkurrent EA die Rechte für die DFB-Elf. Darüber hinaus liefert ein Konami ein grafisch aufgehübschtes Saison-Update ab, das dem Hurra-Tempofußball der "FIFA"-Konkurrenz durchdachten Spielaufbau entgegensetzt.
"Taktik" ist ohnehin das Stichwort. Mit acht Reglern und sogenannten Spielkarten lassen sich fortan Pressing, Offensive und Strategie des eigenen Teams fein justieren - was erstaunlich gut von den virtuellen Kickern umgesetzt wird. Veteranen wird's freuen, Einsteiger aufgrund der Optionsvielfalt eher abschrecken. Immerhin vereinfachte Konami die Steuerung ein wenig, sodass die Herren Messi, Ronaldo und Co. noch leichter ihr Zauberkunststückchen am Ball vorführen können. Zudem lassen sie sich nun - wie auch bei "FIFA 10" - dank 360-Grad-Kontrolle in tatsächlich jede Richtung über den Platz scheuchen. Die Zeit der Zick-Zack-Läufe ist endgültig vorbei.
Die Mitarbeiter von Konami haben viel Detailarbeit geleistet und versucht, die Vorschläge der Fangemeinde so gut es ging umzusetzen. Abwehrarbeit, Künstliche Intelligenz, Ballkontrolle und -Physik wurden weiter verfeinert, der Meister-Liga-Modus komplett überarbeitet. Und während EA die Geschwindigkeit in "FIFA 10" weiter nach oben schraubt, nimmt Konami ein wenig das Tempo aus dem Spiel. "PES 2010" wirkt dadurch simulationslastiger denn je.
Autor: teleschau
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