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Multimedia

"Die Siedler 7" von Ubisoft , Bilder © Ubisoft

Gelungene Simulation für Mac und PC

"Die Siedler 7"

  • Artikel vom 19. April 2010

Auch wenn sich von "Siedler"-Generation zu "Siedler"-Generation nur wenig zu ändern scheint, werkelt Entwickler Blue Byte seit mehr als 17 Jahren an seiner Aufbausimulations-Reihe. Am grundlegenden Prinzip, zunehmend komplexere Waren- und Wirtschaftskreisläufe in Schwung zu bringen, das eigene Dorf zur Stadt aufzuwerten und militärisch zu erstarken, hat sich nie etwas geändert. Doch im Detail versucht man immer wieder den Spagat zwischen Tradition und Innovation. So auch bei "Die Siedler 7", das nun für PC und Mac erhältlich ist.

Synergien, Sektoren und Siegpunkte - auf diese drei Schlagbegriffe lassen sich die entscheidenden Neuerungen von "Die Siedler 7" komprimieren. Synergien, weil sich nun jedes Gebäude mit bis zu drei weiterverarbeitenden Betrieben bündeln lässt. So entstehen beispielsweise direkt neben der Försterhütte ein Baumfäller und ein Sägewerk. An den Bauernhof schließen sich eine Getreidescheune, eine Windmühle oder eine Schafzucht an. Dadurch werden Produktionskreise schnell geschlossen und lange Laufwege vermieden - sofern Lagerhäuser clever und in ausreichender Zahl platziert werden.

Um jedoch an wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kohle oder Steine heranzukommen, müssen nicht selten weitere Sektoren eingenommen werden - ein Spielelement, das "Siedler"-Veteranen bereits aus dem sechsten Teil kennen. Im Idealfall reichen ein paar Pikeniere aus, um neutrale Gebiete zu annektieren. Später entbrennen jedoch oft heiße Gefechte, wobei das Kampfsystem allzu sehr auf dem Zufall fußt. Wie sich die eigenen in einer Taverne angeworbenen Soldaten gegen feindliche Truppen und Befestigungsanlagen schlagen, ist selten absehbar.

Allerdings muss es nicht immer militärische Gewalt sein, um einen Sektor zu übernehmen. Diese lassen sich auch friedlich annektieren - etwa durch Bekehrung durch eine Schar von ausgesandten Mönchen. Die frommen Brüder legen gegenüber den Soldaten nicht mal Wert auf ein prall gefülltes Portemonnaie, sondern wollen allenfalls reichlich Bier und Nahrung. Dafür ist ihr Einsatz einmalig - genau wie der Versuch, einen Sektor durch Bestechungsgelder zu kaufen.

Und schließlich sind da noch die Siegpunkte, mit deren Hilfe man eine Partie ebenfalls für sich entscheiden kann, auch wenn man militärisch nicht alle Sektoren besetzt. Sie werden - ähnlich wie im Brettspiel "Die Siedler von Catan" - für bestimmte Leistungen vergeben: Wer hat die meisten Prestigebauten wie Kirchen, wer die meisten Städte? Wer ist in der Forschung oder im Außenhandel führend? Wer hat die mit Abstand größte Armee? Und wer bringt dem Werwolf im Wald das Lesen bei?

Letztere Aufgabe stammt aus einem der sogenannten Event-Sektoren, die sich als spielerischer Glücksgriff erweisen und jede Menge Abwechslung versprechen. Vor allem im Multiplayer-Modus, der eigentlich das Herzstück von "Siedler 7" ist. Die hübsch inszenierte Solo-Kampagne, in der Prinzessin Zoé zwölf Missionen lang das Königreich Tandrien zu befrieden versucht, darf man allenfalls als Training für die überaus spannenden Online-Duelle betrachten.

Autor: teleschau

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