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Der neue Satelliten-Hybridreceiver VideoWeb 600S kann nicht nur HD- und HD+-Sender empfangen, sondern bringt auch Web-TV und Zusatz-Inhalte aus dem Netz per Klick mit der Fernbedienung auf den Bildschirm. Das Gerät ist bereits im Handel und kostet 299 Euro. Im Preis enthalten ist eine SmartCard, die die neuen HD+-Programme der Privatsender (RTL HD, VOX HD, Sat1 HD und Kabel1 HD) ein Jahr lang freischaltet.
Schon seit einiger Zeit lassen sich TV-Inhalte im Internet abrufen. Nun funktioniert auch der umgekehrte Weg. Wer die neue SetTopBox VideoWeb 600S an seinem Flachbildfernseher angeschlossen hat, kann über eine Fernbedienung zwischen TV-Programm und Portal-Menü wählen.
Im Portal-Menü lassen sich verschiedene Web-Inhalte abrufen, wobei jeder Bereich seine eigene Farbe hat. Mit der blauen Taste gelangt man zum Videotext, die grüne Taste führt zur Programmübersicht, und die gelbe Taste bringt den Zuschauer zur ZDF-Mediathek. Eine Besonderheit ist der so genannte "Red Button" (rote Knopf), der es ermöglicht, interaktive Elemente zum TV-Programm der öffentlich-rechtlichen Sender zu öffnen, die sich transparent über das laufende Bild legen.
VideoWeb 600S ist zugleich digitaler Videorekorder, kann allerdings nur das Programm aufnehmen, das gerade auch angesehen wird. Ebenfalls ärgerlich: Zwar wirbt VideoWeb damit, als erster Anbieter Video On Demand in HDTV-Qualität in seinen Receiver zu integrieren, doch die Preise für aktuelle Blockbuster wie "Harry Potter und der Halbblutprinz" liegen mit fünf Euro - die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte - ziemlich hoch. Zudem wird VideoWeb nur für Haushalte mit Kabelanschluss angeboten.
Fazit: Das VideoWeb 600S ist eine SetTopBox mit Potenzial, da die Zahl der interaktiven Anwendungen neben dem "normalen" Fernsehen in Zukunft sicher noch zunehmen wird. Schon heute kann man über das Gerät zum Beispiel seine Fotoalben bei Picasa betrachten und Twitter-Nachrichten abrufen. Da viel Wert auf die Bedienerfreundlichkeit gelegt wird, eignet sich die Box auch für Nutzer mit wenig Technikerfahrung. So entfällt zum Beispiel der regelmäßige Sendersuchlauf, da Änderungen über ein Rechenzentrum automatisch aktualisiert werden. Auf Wunsch können zudem in der Senderliste alle Pay-TV, Erotik- und Klingelton-Sender ausgeblendet werden.
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Autor: Jana Mareike von Bergner