Bilder: © Ravensburger Verlag
Seine Bücher erzählen auch ohne Worte Geschichten: Bilderbuchautor und Illustrator Ali Mitgutsch, Erfinder der Wimmelbücher, feiert am 21. August seinen 75. Geburstag. Schon jetzt bringt der Ravensburger Verlag ihm zu Ehren zwei Jubiläumsausgaben heraus, die HÖRZU zehnmal verlost: "Mein schönstes Wimmel-Bilderbuch" und "Mein riesengroßes Wimmel-Suchbuch".
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Den Mund vor Schreck weit aufgerissen flieht der Junge vor den aufdringlichen Gänsen, die versuchen, ihm das Brot aus der hoch erhobenen Hand zu rauben. Ein besonders freches Exemplar zwickt ihn sogar in den Po. Der vor seiner Hütte schlafende Hund lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen - ebenso wenig wie von dem vorwitzigen Mädchen, das ihn vorsichtig mit einem Stock anpiekst. Zur selben Zeit repariert ein Handwerker das Dach des Bauernhofs, ein Mann rutscht auf einem Kuhfladen aus, zwei abenteuerliche Burschen versuchen sich im Kuhreiten, eine rothaarige Frau verkauft in ihrem Bioladen Gemüse, und der Gärtner spritzt mit seinem Schlauch einen Mann nass, der - nichts Böses ahnend - im Garten ein Buch liest.
In der Welt des Münchener Bilderbuch-Illustrators Ali Mitgutsch gibt es auf jeder Doppelseite unendlich viel zu entdecken. "Wimmelbücher" werden seine Bildbände für Kinder genannt, weil es auf ihnen nur so wimmelt - von Menschen und Tieren, die sich freuen, ärgern oder denen gerade ein Missgeschick passiert. Seit 1968 mit "Rundherum in meiner Stadt" sein erstes Buch im Ravensburger Buchverlag erschienen ist, wurden fünf Millionen Wimmelbücher in Deutschland verkauft - und zusätzliche drei Millionen im Ausland. Die Botschaften lassen sich auch international verstehen; Sprache braucht Ali Mitgutsch fast keine.
In seinem neuen Band "Mein riesengroßes Wimmel-Suchbuch", das es immerhin auf 38,5 Zentimeter Breite und 51,5 Zentimeter Höhe bringt, zeigt Ali Mitgutsch das Leben auf einem Bauernhof, einen Zoobesuch, Erlebnisse auf dem Ponyhof, einen Herbsttag im Freien und eine Straße in den Bergen. Kleinkinder ab zwei Jahren können in das gewaltige Buch regelrecht "eintauchen" - was auch der Absicht des Autors entspricht, der sich als Kind genau so ein Buch gewünscht hätte.
Eine Besonderheit des Suchbuchs: Einzelne Elemente - zum Beispiel ein Hund, ein Verkehrszeichen oder ein Junge auf einem Pony - werden am Bildrand noch einmal abgebildet und können von den Kindern im großen Wimmelbild gesucht werden.
Fazit: Die Wimmelbücher geraten auch nach mehr als 30 Jahren nicht aus der Mode, denn es gibt in ihnen Unzähliges zu entdecken, vieles zu lernen und immer auch etwas zu lachen.
Ali Migutsch: "Mein riesengroßes Wimmel-Suchbuch", Ravensburger Buchverlag, 16 Seiten, ab zwei Jahren, 19.95 Euro
Autor: Jana Mareike von Bergner
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