Kamran Pasha: "Aischa und Mohammed", Cover © Scherz, Flashbühnenbild: © www.piqs.de / Katja Müller , CC (Some rights are reserved.)
Der pakistanische Drehbuchautor Kamran Pasha ("Sleeper Cell" und "Kings") beschreibt die Entstehung des Islam aus der sehr persönlichen Sicht von Aischa, Mohammeds Lieblingsfrau. Sie kennt den Propheten schon ihr ganzes Leben lang, weil ihr Vater, Abu Bakr, einer seiner ältesten Freunde und Anhänger ist. Als kleines Mädchen erlebt Aischa, wie in Mekka die Muslime von den Anhängern des alten Glaubens angefeindet werden. Die Mächtigen der Handelsstadt fürchten vor allem, dass Mohammed die reichen Pilger aus Mekka vertreiben könnte. Deshalb senden sie einen der ihren, den bärenstarken Umar, als Mörder. Doch Mohammed gelingt das Unmögliche: Er bekehrt Umar und macht ihn zu einem seiner treuesten Anhänger.
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Fortan wird der Prophet noch mehr gehasst. Schließlich bleibt ihm und seinen Anhängern nichts anderes übrig, als ins Exil zu gehen. In der Oasenstadt Yathrib vermittelt Mohammed zwischen verfeindeten Stämmen und gelangt zu einigem Ansehen. Aischa heiratet den deutlich älteren Mohammed, der sie zwar zu lieben scheint, aber dennoch ihre Gefühle verletzt, indem er weitere Frauen ehelicht. Während Aischa darum kämpft, ihrer Rolle als Mutter der Gläubigen gerecht zu werden und ihrem Mann die liebste seiner Frauen zu sein, wächst die Zahl von Mohammeds Anhängern ebenso schnell wie die seiner Feinde...
Fazit: Auch wenn die vielen Schlachten im hinteren Teil des Buches verwirrren, bringt der Roman westlichen Lesern anschaulich eine Weltreligion näher, die mittlerweile mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Zugleich erzählt Kamran Pasha eine außergewöhnliche Liebesgeschichte.
Kamran Pasha: "Aischa und Mohammed", Scherz, 672 Seiten, 19.95 Euro
Autor: Jana Mareike von Bergner
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