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TV vs. Internet: Der harte Kampf um die Zuschauer

  • Artikel vom 14. August 2015

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Mehr als 1.000 Internetnutzer wurden von Emnid und HÖRZU zu ihren Sehgewohnheiten im Netz befragt, mit spannenden Ergebnissen: Kostenfreie Streaming-Angebote wie MyVideo oder YouTube werden mittlerweile von mehr als der Hälfte der Befragten (56 Prozent) genutzt. Dabei sind junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren (84 Prozent Nutzung) und zwischen 25 und 34 Jahren (70 Prozent Nutzung) besonders aktiv. 42 Prozent aller Befragten nutzen keine kostenfreien Angebote zum Streamen, bei den älteren Befragten (55 und älter) sind es 60 Prozent.

Jüngere sind bereit für Streaming-Dienste zu zahlen

Mit Bezahlangeboten wie Netflix, Amazon Prime, Maxdome oder Watchever tun sich die meisten allerdings noch schwer: Über zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) nutzen keine kostenpflichtigen Angebote, nur etwa ein Viertel (28 Prozent) tut dies zeitweise oder regelmäßig. Besonders bei den Befragten zwischen 55 und 64 Jahren (84 Prozent) und zwischen 45 und 54 Jahren (80 Prozent) spielen kostenpflichtige Angebote noch keine Rolle. Bei den Jüngeren nutzen immerhin 42 Prozent (16 bis 24 Jahre) bzw. 47 Prozent (25 bis 34 Jahre) kostenpflichtige Streaming-Dienste.

Sonnige Aussichten für kostenlose Mediatheken & Co

Die Aussichten für Anbieter von Bezahl-Streaming-Diensten bleiben eher unbefriedigend: Drei Viertel (74 Prozent) aller Befragten, die bisher noch kein Geld für Streaming ausgeben, haben dies auch in Zukunft nicht vor. Die Bereitschaft zu zahlen ist bei den Jüngeren eher vorhanden: Etwa ein Viertel (27 Prozent) der 16- bis 24-Jährigen beziehungsweise etwa ein Fünftel (21 Prozent) der 25- bis 34-Jährigen, die derzeit kein Geld für Streaming ausgeben, wären bereit, bis zu zehn Euro im Monat zu investieren. Ältere Befragte sind hingegen in der großen Mehrheit nicht gewillt zu zahlen: 80 Prozent zwischen 45 und 54 Jahren und sogar 86 Prozent zwischen 55 und 64 Jahren würden keinesfalls Geld für solche Angebote ausgeben. Mehr als zehn Euro im Monat würde so gut wie keiner der Befragten, unabhängig von der Altersgruppe, bezahlen.

Klassisches TV verliert junge Zuschauer

Die Auswirkungen von Internet-Streams auf die TV-Gewohnheiten sind unverkennbar: Von den Befragten, die Streaming-Angebote nutzen, sieht nur noch fast die Hälfte (46 Prozent) so viel Fernsehprogramm wie zuvor. Von den 50 Prozent, die weniger TV sehen, schalten 7 Prozent den Fernseher überhaupt nicht mehr für Live-Fernsehen ein. Bei den jungen Streaming-Nutzern zwischen 16 und 34 Jahren sehen 63 Prozent weniger Live-TV, ältere Streaming-Nutzer (55 bis 64 Jahre) sehen dagegen mehrheitlich (62 Prozent) so viel wie zuvor.
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