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Neue Coaching-Doku ''Katzenjammer'' auf VOX Katzentherapeutin Birga Dexel, Kater Casimir und Stephanie Beckstein
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Coaching-Doku ''Katzenjammer'' auf VOX: Katzentherapeutin Birga Dexel (l.) hilft Kater Casimir und Besitzerin Stephanie Beckstein. / Foto: © VOX/DOCMA TV/Birga Dexel

Eine Katzentherapeutin gibt Tipps

Neue Coaching-Doku ''Katzenjammer'' auf VOX

  • Artikel vom 03. November 2012

Sie gelten als eigenwillig, als stolz und unnahbar. Katzen, so die verbreitete Meinung, brechen mit Anmut alle Regeln und lassen sich von niemandem etwas sagen. Anpassung? Eher was für Hunde. Mit diesen Vorurteilen räumt Katzentherapeutin Birga Dexel jetzt auf: In der vorerst dreiteiligen Reihe ''Katzenjammer'' bei VOX zeigt sie nach dem Vorbild von Hundeprofi Martin Rütter, dass auch Katzen gelehrige Tiere sind.

Den meisten Katzenhaltern geht es dabei zunächst darum, ihrem Tier ein unerwünschtes Verhalten abzugewöhnen. Birga Dexel sucht dann als Erstes immer den Grund für das schlechte Benehmen der Katze. "Das ist Detektivarbeit, die viel Zeit braucht", so die Katzentherapeutin. Denn Katzen sind anspruchsvoll und die wahren Probleme nicht immer offensichtlich.

Manche Katze verhält sich gegenüber Fremden aggressiv, wenn diese Raucher sind und der Geruch ihr feines Näschen stört. Andere werden zum Beispiel unsauber, weil sie Frauchens neuen Partner nicht mögen.

Üben, Üben, nochmals Üben

Aber ein Trend zeigt sich deutlich: "Bei Wohnungskatzen sind die Ursachen immer häufiger Langeweile und Unterforderung. Katzen sind kleine Raubtiere, die zu Hochleistungen fähig sind – ein Leben auf der Couch wird ihnen nicht gerecht", sagt die Katzentherapeutin.

Erziehung mit Druck übrigens auch nicht. Birga Dexel hält gar nichts davon, eine unsaubere Katze mit der Nase in ihren eigenen Urin zu drücken, Dinge nach ihr zu werfen, sie anzuschreien oder im Nacken zu packen und zu schütteln: "Das ist die beste Möglichkeit, das Verhältnis zu seiner Katze komplett zu ruinieren."

Der richtige Weg ist, sich mit seinem Tier zu beschäftigen, es aufmerksam zu beobachten, gut kennenzulernen. Denn ein Geheimrezept für das Training aller Katzen gibt es nicht – die Kunst ist herauszufinden, wie jedes Tier individuell motiviert werden kann, um ihm neues Verhalten anzugewöhnen. "Die einen wollen schmusen, die anderen Leckerchen zur Belohnung", sagt die Tierexpertin. "Damit kann ich das Verhalten, das ich von der Katze möchte, positiv bestärken. Verhalten, das ich nicht will, beachte ich gar nicht."


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Das Prinzip der positiven Bestärkung verstehen Katzen selbst übrigens sehr gut. "So gut wie jede Katze, die ich besuche, hat ihre Menschen ziemlich gut im Griff", so Dexel. Da stellt man ihr Futter hin, doch die Katze guckt nur, wendet sich ab – schon holt man die nächste Schale aus dem Schrank, damit das Tier frisst. "Die trainieren ihre Leute, ohne dass es denen bewusst ist."

Viele Katzen lernen auch begeistert kleine Kunststücke, geben Pfötchen, balancieren, apportieren. Man kann einer Katze alles beibringen, was zu ihr passt – die einen stehen auf Bewegung und Action, andere auf Geschicklichkeitsübungen.

Immer populärer wird es auch, Katzen den Gang an der Leine anzugewöhnen. "Eine langwierige Prozedur, die mehrere Wochen, manchmal gar Monate dauert. Keine Katze läuft an der Leine direkt los", so Birga Dexel. "Katzen brauchen lange, um sich an etwas zu gewöhnen, sie wollen ihre Zeit haben. Darum scheitern so viele Menschen beim Training von Katzen: Sie sind zu ungeduldig!"


Sendehinweis: ''Katzenjammer''

Neue Coaching-Doku mit der Tiertherapeutin Birga Dexel und Katzenbesitzern
SA, 3.11., VOX, 19.10 Uhr

Autor: Melanie Schirmann

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