Aktuelles
Eckart von Hirschhausen und Hellmuth Karasek erzählen sich Witze.

Kabarettist Eckart von Hirschhausen (rechts) und Literaturkritiker Hellmuth Karasek erzählen sich Witze. - Foto © WDR / Thorsten Eichhorst

Im TV: 12.02., 22.45 Uhr, Das Erste

''Ist das ein Witz?'' mit Hellmuth Karasek

  • Artikel vom 12. Februar 2013

Experte Hellmuth Karasek zeigt im TV ("Ist das ein Witz?", 12.02., 22.45 Uhr, Das Erste) und exklusiv in HÖRZU viel Sinn für Humor.

An diesem Abend bleibt kein Auge trocken! In der Show "Ist das ein Witz?" (siehe TV-Tipp rechts) stellen Hellmuth Karasek und Eckart von Hirschhausen ihre Lieblingsgags vor und erklären, was sie so lustig macht. Literaturkritiker Karasek, der zu diesem Thema bereits ein Buch veröffentlicht hat (siehe Buchtipp rechts), schreibt in HÖRZU über seine Leidenschaft für Witze.


Das sind die drei Lieblingswitze von Hellmuth Karasek

1. Ein älteres Ehepaar im Gespräch. Er: "Wir hatten schon so lange keinen Sex, sollen wir es vielleicht mal wieder versuchen?" – "Ja, in Ordnung", sagt sie, "aber ich habe es jetzt im Rücken." Seine Antwort: "Gut, dass du das sagst, ich hätte sonst an der alten Stelle danach gesucht."

2. Zwei Freunde ziehen sich im Tennisclub um. Sagt der eine: "Seit wann trägst du denn einen BH?" Antwortet der andere: "Seit meine Frau ihn in
meinem Handschuhfach gefunden hat."

3. Ein älterer Herr kommt zum Arzt und sagt: "Herr Doktor, nach dem Sex habe ich immer so ein Pfeifen im Ohr." Sagt der Arzt: "Na, was haben Sie in Ihrem Alter denn erwartet? Standing Ovations?"


Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Dieses alte Sprichwort ist das Motto für meine langjährige Liebe zu Witzen. Sie entstand schon in jungen Jahren – aus einer Not heraus. Erinnern Sie sich an den Sportunterricht, wenn Mannschaften gebildet werden sollten und zwei Sportcracks der Klasse sich per Zuruf ihre Teams auswählten? Wer zuletzt ausgerufen wurde, hatte nur eine Chance, in der Klasse zu überleben: Er musste Klassenclown werden und durch Witz kompensieren, was er an Muskelkraft und Mut vermissen ließ.

Witze haben ein befreiendes Element. Weil wir uns den ganzen Tag verstellen und oft Dinge verheimlichen müssen, brauchen wir ein Ventil. Durch den Witz finden wir Erleichterung. Mark Twain sagte einmal sinngemäß: Im Paradies muss man nicht lachen, da ist alles gut. Auf Erden ist das leider nicht so, da muss man sich mit Lachen helfen. Ich mag vor allem Witze, die Doppelmoral entlarven. Wir behaupten, treu zu sein, und betrügen einander doch. Der Witz erlaubt uns, zu sagen, dass wir nicht perfekt sind.

Wunderbar sind auch Witze, die zugeben, dass wir gebrechlich und schwach sind, denn sie machen uns menschlich. Bei Witzen über Gebrechen muss man allerdings vorsichtig sein, sonst werden sie unangenehm. Die schlimmste Sünde beim Witzeerzählen? Die Pointe zu vergessen! Wenn ich mich beim Erzählen verheddere, macht sich meine Tochter immer über mich lustig. Ehepaaren passiert das auch oft: Einer will einen Witz erzählen, der andere mischt sich ein – das war’s dann.

Lieber Witze als einen Ferrari

Ein Witz sollte keine Erklärungen benötigen. So wie meine Liebe zu Witzen entstand, hat sie mir auch in den folgenden Jahrzehnten das Leben in der Gesellschaft erleichtert. Ich hatte nie einen Ferrari, und ich sehe auch nicht aus wie Cary Grant. Da ist es doch prima, dass ich wenigstens ein paar gute Witze erzählen kann.

Autor: Hellmuth Karasek

Themen

Der Klick auf eine Kategorie führt Sie zur Übersicht aller passenden Einträge.

Anzeige