Beim RTL-Quiz "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch wurden bisher 74 Millionen Euro gewonnen. / Foto: © RTL / Stefan Gregorowiu
Von der teuersten Show bis zum Digital-TV: Im dritten und letzten Teil unserer Serie mit den wichtigsten Fragen rund ums Fernsehen finden Sie noch mehr interessante Informationen zu dem Medium, das die Deutschen auch im Internetzeitalter am liebsten nutzen.
Teil 1 der Serie: Fernsehen - die wichtigsten Fragen und Antworten
Teil 2 der Serie: Fernsehen - die wichtigsten Fragen und Antworten
Experten schätzen die Produktionskosten einer "Wetten, dass...?"-Sendung im ZDF auf rund zwei Millionen Euro. Damit wäre die Show mit Moderator Markus Lanz die teuerste im deutschen Fernsehen. Der neue Hamburg-"Tatort" mit Til Schweiger in der Hauptrolle soll übrigens etwa die gleiche Summe kosten. Der Krimi wird derzeit gedreht.
Hat das Gerät einen Scart-Anschluss (eine breite Buchse mit 20 Kontakten), taugt es auch für digitales Fernsehen – falls der Empfänger ebenfalls eine Scart Buchse hat. Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) können Sie mit einem Röhrengerät allerdings nicht schauen. Für analogen Empfang über Kabel ist es aber auch heute noch ausreichend.
Studien zeigen, dass Gewalt im Fernsehen nicht unbedingt zugenommen hat. Geändert hat sich allerdings die Art ihrer Präsentation: Der Anteil an realistischen Darstellungen nimmt zu, die Bilder werden drastischer. Das hat zwei Hauptgründe. Zum einen machte neue Computertechnik diese Darstellungsform erst möglich. Zum anderen sorgen solche Szenen oft für hohe Einschaltquoten. "Inszenierte Tabubrüche sind ein Mittel, die Aufmerksamkeit der Zuschauer in einer vielschichtigen und schnelllebigen Mediengesellschaft zu wecken", so die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in München.
Wenn Sie Fernsehen über Satellit empfangen, sehen Sie bereits digital, denn das analoge Signal wurde im April abgeschaltet. Auch das Antennenfernsehen DVB-T sendet digitale Daten, allein die Kabelgesellschaften bieten noch analoges TV an. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Empfangsweg umgestellt wird. Digital bietet das Kabel schon heute mehr und interessantere Programme sowie ein besseres Bild. Ein Umstieg ist nicht zwingend nötig, aber zu empfehlen.
Ob es sich nun um abgefilmte Realität handelt oder die Handlung einem Drehbuch folgt ("Scripted Reality"): Dokusoaps sind für die Sender günstig zu produzieren. Ein Grund: Die Laiendarsteller erhalten geringe Gagen. Bei "Die Schulermittler"(RTL) sollen es etwa 20 Euro gewesen sein. Die Einschaltquoten sind dagegen beachtlich: Besagte Serie brachte es bei Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren auf einen Marktanteil von 23,6 Prozent.
Mehr als 74 Millionen Euro nahmen die bisher über 2150 Kandidaten bereits mit nach Hause. Die Millionenfrage wurde seit dem Start der beliebten TL-Sendung am 3. September 1999 zehnmal richtig beantwortet, dreimal allerdings von Prominenten.
Angebote für bezahlte Inhalte gibt es schon ab 16,90 Euro, etwa von Kabelanbietern. Die größte Vielfalt an Filmen, Dokumentationen und Sport bietet allerdings Sky Deutschland – mit der Fußballbundesliga und Formel-1-Rennen live sowie zahlreichen TV-Premieren von großen Hollywoodfilmen. Viele Kanäle werden bei Sky hochauflösend in HDTV ausgestrahlt. Pro Wochenende gibt es darüber hinaus einen Film, ein Fußballspiel und eine Dokumentation in 3-D. Der entsprechende Receiver wird gestellt.

Fußballfans werden zur Kasse gebeten. Die Bundesliga gibt es nur im Bezahlfernsehen. / Foto: © picture alliance/Bildagentur-online
Die großen Privatsender um Sat.1 und RTL bieten ihre hochaufgelösten Programme über Satellit nur verschlüsselt auf der Plattform HD+ an. Zum Empfang ist eine sogenannte Smartcard erforderlich, die in den Fernseher oder einen TV-Receiver gesteckt wird. Die Karte kostet jedoch eine Servicegebühr von 50 Euro pro Jahr. Begründung der Sender: Die Übertragung sei "mit hohem technischem und finanziellem Aufwand" verbunden.
Ja. Bis 2017 hat sich Sky Deutschland die Rechte an den Liveübertragungen der Bundesliga gesichert. 485,7 Millionen Euro lässt sich der Bezahlsender das pro Spielzeit kosten. Dafür besitzt er auch die Rechte für die Übertragung via Internet.
Das dürfte Günther Jauch sein: Er produziert seine Talkshow im Ersten sowie "Wer wird Millionär?" bei RTL mit seiner eigenen Firma, die pro Jahr rund sechs Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Wie hoch sein persönliches Einkommen ist, lässt sich allerdings nicht genau sagen.
Autor: Michael Fuchs
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