TV-Serie Mad Men

Serie „Mad Men“

Doppeldeutig ist die TV-Serie „Mad Men“ bereits in ihrem Titel: Das „Mad“ verweist einerseits auf die Madison Avenue, also die schicke New Yorker Straße, in der sich traditionell besonders viele Werbeagenturen ansiedeln. Andererseits heißt „mad“ auf Deutsch „verrückt“ – und tatsächlich haben alle Helden der Serie einen ziemlichen Hau. Sie rauchen und trinken zu viel, sind notorische Schürzenjäger und versagen als Ehemänner wie als Familienväter. Und trotzdem haben sie eine riesige Fangemeinde, sowohl in den USA als auch in Deutschland. Den Sendeplatz von „Mad Men“ im deutschen Fernsehen erfahren Sie hier bei hoerzu.de.

Darum geht es in „Mad Men“

New York in den Sechzigerjahren: Die Werbeagentur Cooper Sterling ist eines der aufstrebenden Unternehmen der Branche. Zum Erfolg trägt Don Draper (Jon Hamm) maßgeblich bei, ein ebenso geheimnisvoller wie gut aussehender Werbeprofi, der weiß, wie man Produkte mit Emotionen auflädt. Emotionen weckt der charmante Draper auch bei vielen Frauen, von der Sekretärin bis zur reichen Klientin. Und er ist nur zu gern bereit, sich auf Affären einzulassen. Darunter leidet seine Ehe zunehmend. Mit seiner Frau Betty (January Jones) lebt Don Draper in einem Vorort von New York, doch seiner Familie bekommt den Workaholic und Womanizer viel zu selten zu Gesicht. Dazu kommt noch, dass Draper ein Geheimnis mit sich rumträgt: Er ist nicht der, der er behauptet zu sein. Draper ist der gebrochene Held und glamouröser Mittelpunkt von „Mad Men“, doch die anderen Protagonisten sind kaum weniger verkorkst als er. Da wäre zum einen Roger Sterling (John Slattery), einer der Namenspartner der Firma. Heute wäre er wohl Dauergast in Entzugskliniken ¬ und zwar abwechselnd wegen seiner Sex- und seiner Trunksucht. Dinge die in den Sechzigern noch nicht als so problematisch angesehen wurden, gehörten sie doch zum Image eines reichen Playboys dazu. Als Tugendbold gibt sich hingegen Peter Campbell (Vincent Kartheiser), der Jungspund bei Sterling Cooper. Doch auch er betrügt seine Freundin bei erster Gelegenheit mit Peggy Olson (Elisabeth Moss), einer überehrgeizigen Sekretärin, die unbedingt in die Männerdomäne der Werbetexter vordringen will. Und dann gibt es natürlich noch Joan Holloway (Christina Hendricks), die für viele männliche Zuschauer einer der Hauptgründe sein dürfte, sich regelmäßig „Mad Men“ anzusehen. Sie ist eine üppige Rothaarige, die die Männer (darunter natürlich auch Roger Sterling) reihenweise um den Verstand bringt ¬ und sich letztlich doch nur nach der wahren Liebe sehnt. Wie sich überhaupt hinter den schicken Oberflächen, den maßgeschneiderten Anzügen und modischen Cocktailkleidern, den stylischen Wohnungen und Büros immer neue Abgründe auftun: Ehebruch und Alkoholismus, Einsamkeit und Gier, Depressionen und Neid. Nicht nur das Publikum liebt „Mad Men“, das von dem Drehbuchautor Matthew Weiner („Die Sopranos“) entwickelt wurde, seit der ersten Staffel, die 2007 in den USA startete, auch die Kritiker sind begeistert. Und so konnte die Serie bereits zahlreiche Preise einheimsen, darunter drei Golden Globes als beste Serie des Jahres, einen Globe für Jon Hamm und mehr als ein Dutzend Emmys.

Wann und wo läuft „Mad Men“?

In den USA hat der Kabel-Sender AMC, der auch Serien-Hits wie „The Walking Dead“ oder „Breaking Bad“„Breaking Bad“ produziert, „Mad Men“ im Programm. In Deutschland laufen die Folgen jeder neuen Staffel zunächst beim Bezahlsender FOX, ZDFneo zeigt die Wiederholungen als einziger Free-TV-Sender. Dass das ZDF diese Serienperle bei einem Nischensender versteckt, hat zur Folge, dass „Mad Men“ hierzulande weniger populär ist als möglich. Dafür verkaufen die Staffeln sich sehr gut als DVD-Boxen. Wo und wann „Mad Men“ im deutschen TV gezeigt wird, lesen Sie tagesaktuell bei uns. Hier erfahren Sie sowohl den Sendeplatz der neuen Folgen als auch der Wiederholungen. Außerdem bieten wir Ihnen als zusätzlichen Service Listen mit den Schauspielern und dem Stab der Serie.