Musik
2. ESC Halbfinale 2015 in Wien

Gilt als Favorit: Måns Zelmerlöw aus Schweden mit "Heroes". Foto: picture alliance / IBL
Schweden

Songs für Österreich

ESC 2015: Das sind die Teilnehmer im 2. Halbfinale

  • Artikel vom 21. Mai 2015

Am 23. Mai steigt das große Finale des Eurovision Song Contest in Wien. Wer dort antreten darf, steht aber noch nicht endgültig fest.

Die letzten Startnummern werden beim 2. Halbfinale des ESC 2015 am 21. Mai vergeben. Wir verraten Ihnen, welche Nationen auf eine Chance hoffen dürfen.

2. Halbfinale des ESC 2015: Die Teilnehmer und ihre Songs

Litauen - Monika Linkytė & Vaidas Baumila: "This Time"
Das Duett versucht es mit fröhlichem Country-Pop, der ins Ohr geht. Baumila war mit dem Song im nationalen Vorentscheid eigentlich solo angetreten, holte sich dann aber mit Monika Linkyté eine zweite Stimme dazu. Ob das eine gute Idee war?

Irland - Molly Sterling: "Playing With Numbers"
Früher zählte Irland beim ESC zu den ganz Großen. Können die Songschreiber von der grünen Insel mit der erst 16-jährigen Molly Sterling an die guten alten Zeiten anknüpfen? In ihrer Walzer-Ballade steckt zumindest eine große Portion Melancholie.

San Marino - Michele Perniola & Anita Simoncini: "Chain Of Lights"
Auch die Teilnehmer des Kleinstaats sind noch ziemlich jung: zusammen kommen sie auf gerade einmal 32 Jahre und sind damit das jüngste Duo in der Geschichte des Eurovision Song Contest. Ihr Komponist wiegt das an Jahren wieder auf: "Chain Of Lights" stammt aus der Feder von Ralph Siegel (69), der vom ESC einfach nicht lassen kann.

Montenegro - Knez: "Adio"
Knez ist im Gegensatz zu vielen seiner Mitbewerber ein alter Profi im Popbusiness. "Adio" klingt sehr landestypisch, verfliegt aber schnell nach dem ersten Hören.

Malta - Amber: "Warrior"
Die 23-Jährige trägt in ihrer Ballade "Warrior" viel Pathos auf. Aber wie ESC-Fans wissen, schmälert das die Chancen auf einen Sieg keineswegs. Gut möglich, dass sie das 2. Halbfinale übersteht.

Norwegen - Mørland & Debrah Scarlett: "A Monster Like Me"
Der Titel lässt schon vermuten, dass es in diesem Song düster zugeht. In der Tat: "A Monster Like Me" dreht sich um einen in der Kindheit begangenen Mord. Reizvoll, wenn auch reichlich morbide.

Portugal - Leonor Andrade: "Há um mar que nos separa"
Schon wieder ein Youngster: Leonor Andrade ist 20 Jahre alt und singt vom Meer und einer verlorenen Liebe. Ob das reicht, um sie ins ESC-Finale zu spülen?

Tschechische Republik - Marta Jandová & Václav Noid Bárta: "Hope Never Dies"
Eine Hälfte des Duos könnten Sie kennen: Marta Jandová ist seit Jahren mit ihrer Band Die Happy auf Europas Bühnen unterwegs und war von einigen Jahren mit Popsänger Sasha liiert. Sänger und Schauspieler Bárta hat die düstere Ballade komponiert.

Israel - Nadav Guedj: "Golden Boy"
Auch wenn er sich bemüht: Nadav Guedj wird nicht der nächste Justin Timberlake. Immerhin wirkt sein Discopop-Song neben den vielen düsteren Balladen erfrischend.

Lettland - Aminata Savadogo: "Love Injected"
Mit 15 nahm Aminata das erste Mal an einer lettischen Castingshow teil. Ihren R’n’B-Song hat sie selbst geschrieben und lässt dabei sowohl afrikanische als auch russische Elemente einfließen. Musikalisch sticht sie damit aus den übrigen Teilnehmern des 2. Halbfinales heraus.

Aserbaidschan - Elnur Hüseynov: "Hour Of The Wolf"
Schon wieder eine Ballade? Richtig, und bei dieser bekommt das Orchester viel zu tun. Elnur Hüseynov ist bereits zum zweiten Mal beim Eurovision Songcontest dabei und dürfte es locker ins Finale schaffen.

Island - María Ólafsdóttir: "Unbroken“
Beziehungstipps, verpackt in einen bittersüßen Song: Barfuß und im Feenkleid singt María Ólafsdóttir darüber, wie man den Trennungsschmerz überwindet.

Schweden - Måns Zelmerlöw: "Heroes"
In seiner Heimat konnte Zelmerlöw schon einige Chartchits landen. Die Buchmacher sehen den 28-Jährigen bereits als Sieger des ESC 2015. Ist nach "Rise like a Phoenix" die Zeit für "Heroes" gekommen?

Schweiz - Mélanie René: "Time To Shine"
Die 24-Jährige träumte schon als Kind von einer Karriere als Popstar. Das ESC-Halbfinale könnte ein Sprungbrett sein. Leider hat "Time To Shine" wenig Raffinesse zu bieten.

Zypern - Giannis Karagiannis: "One Thing I Should Have Done"
Nach einem Jahr Pause kehrt Zypern wieder zurück auf die ESC-Bühne. Giannis Karagiannis hat eine relaxte Popballade im Gepäck, die nach den vielen bombastischen Balladen wie Balsam auf die Seele wirkt.

Slowenien - Maraaya: "Here For You"
Soul-Pop mit Hitpotenzial: Sängerin Marjetka Vovk erinnert stimmlich an Adele. Es muss schon viel passieren, damit es dieser Titel nicht ins Finale schafft.

Polen - Monika Kuszyńska: "In The Name Of Love"
Monika Kuszyńska verunglückte vor einigen Jahren mit ihrer Band im Tourbus und sitzt seitdem im Rollstuhl. Doch sie kämpfte sich zurück ins Leben und ins Showbusiness. In ihrem emotionalen Song wirft sie einen Blick zurück auf ihr Leben und wirbt für Toleranz.

Für Deutschland tritt im Finale des Eurovision Songcontest 2015 die Sängerin Ann Sophie an, die beim ESC Vorentscheid zunächst den zweiten Platz erreichte. Der eigentliche Sieger Andreas Kümmert nahm jedoch die Wahl nicht an und ließ Ann Sophie den Vortritt.


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